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KP Brehmer, Rohstoffpreis für Zink, Monats- Höchst- und Tiefkurse, Juli 1978-März 1979
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HAL BUSSE
DAS BLEIBENDE IST DAS FLÜCHTIGE
DATUM 05. Nov. 2021 - 17. Dec. 2021

Kuratiert von Nils Emmerichs


© Foto: Marcus Schneider

Der russische Schriftsteller Viktor Šklovskij (1893 - 1984) hat einmal bemerkt: ,,Die Kunst ist ein Mittel, das Machen einer Sache zu erleben”.[1] Dies trifft vollkommen auf die Kunst von Hal Busse zu, denn ihr gesamtes Werk verheimlicht nicht ihren Gestaltungswillen und weist dabei auf ein unauflösbares Anderes hin. Sie hat das, was wir Individualität nennen, mit einer Perspektive verbunden, die ihre Kunst erst ermöglicht. 

 

 

HAL BUSSE
ohne Titel
ca. 1959
Nadeln und Spiegelfolie auf Holz, 19,5 x 19,5 x 3 cm
€ 30.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
ca. 1959
Nägel und Kaseinfarbe auf Spanplatte, 28,4 x 28,4 x 4 cm
€ 40.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
ca. 1959
Öl und Rupfen und Spiegelfolie auf Spanplatte, 28 x 28 x 3,5 cm
€ 25.000,00 + VAT
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Busse nutzt ihre subjektive Wahrnehmung als ein Absorbieren und darauffolgend ein Transportieren von Eindrücken. Als Künstlerin war sie immer auf sich allein gestellt und musste ihre Bildwelten selbst (er-)finden. Die Außenwelt und die Bildwelt bleiben anschaulich aufeinander bezogen und sind somit Paralleluniversen, die nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten existieren, ohne sich zu berühren. Mit ihren stark farbigen Kraftfeldern hält sie den Blick des Betrachters unablässig in Bewegung und vermittelt in ihrem potenziell unendlichen Kontinuum aus Harmonien, Kontrasten und Bezügen eine Vorstellung, die sie als ein dynamisches System sich selbst erhaltener Kräfte versteht. Diese Werke sind existentielle und unabweisbare Formulierungen an das Ungeahnte, Verborgene, triebhafte Eigenleben des Erfassten. 


HAL BUSSE
ohne Titel
1960
Aquarell und Kaseinfarbe auf Papier 61,5 x 48,5 cm
€ 8.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
ca. 1961
Öl auf Rupfen, 101 x 86 cm
€ 45.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
Nagelrelief 3
1958
Nägel und Kaseinfarbe auf Spanplatte, 54 x 54 x 4 cm
€ 65.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
o.T. (Nagelrelief gelb/blau/rot)
ca. 1958
Nägel und Kaseinfarbe auf Spanplatte, 28 x 28 x 4,5 cm
€ 45.000,00 + VAT
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Gleichwohl arbeitet die Künstlerin kontinuierlich an der Intensivierung dieses Spannungsfeldes. In ihrem ausgeprägten Subjektivismus liegt die Haftbarmachung der Wirklichkeit. Ihre künstlerische Praxis ist aber nicht nur Selbstentdeckung, sondern wird zum Akt der Selbstbehauptung. Hal Busse konzipiert eine ganz eigene Perspektive, die sich zugleich intim und distanziert zu ihrer eigenen Person verhält. Fortlaufend bricht und zerlegt Busse ihr Kontinuum. Auf diese Weise skizziert die Künstlerin einen Zugang zu Ihrer Wirklichkeit. Es scheint, als würde ihre Kunst um eine nicht auffindbare Anschauung kreisen. 

HAL BUSSE
ohne Titel
ca. 1958
Tusche auf Papier, 48,5 x 62,5 cm
€ 6.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
1959
Filzstift auf Papier, 62 x 49 cm
€ 6.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
1958
Tusche auf Papier, 48,5 x 63 cm
€ 6.000,00 + VAT
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© Foto: Marcus Schneider
HAL BUSSE
Bild 63, Variante III
1963
Öl auf Leinwand, 116,5 x 101 cm
€ 50.000,00 + VAT
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Ihre Kunst lebt aus der Spannung dieser Beziehungen, eine Neugier die sie in einen eigenen Gestus übersetzt. Es geht Busse nicht darum, ihre Inspirationsquellen als Bildgleichheit, als Identität im intellektuellen Sinne, oder Illustration zu behandeln, sondern sie als Lebensströme ohne Substanzverlust zu übertragen. 

HAL BUSSE
o.T.
1959/60
Keramik, 30 x 57 x 2 cm
€ 25.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
1958
Öl auf Hartfaserplatte, 34,5 x 42 cm
€ 28.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
Holzrelief (mit orangefarbenen Stiften)
um 1962
Holzstifte und Kaseinfarbe auf Sperrholz, 27,5 x 27,5 x 4 cm
€ 30.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
Hommage à Anton Stankowski
1957
Kaseinfarbe auf Sperrholz, 40 x 40 x 4,5 cm
€ 28.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
1957/58
Kaseinfarbe auf Holz, 25 x 25 cm
€ 20.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
o.T. (Würfelprogression)
1958/1959
Kaseinfarbe auf Holz, 36 x 12 x 12 cm
€ 25.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
1957/58
Kaseinfarbe auf Sperrholz, 36 x 25 x 15 cm
€ 40.000,00 + VAT
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HAL BUSSE
ohne Titel
n.d. 1960er
Holz lackiert, Plexiglas, 20.5 x 21 x 21 cm
€ 30.000,00 + VAT
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© Foto: Marcus Schneider

Hal Busses Bildwelten sind auf faszinierende Weise paradox: Zeichen und Motive sind erkennbar, doch was sie aufzeigen möchten, bleibt häufig bewusst offen. Es gibt Spuren, denen wir folgen, Referenzen die wir lesen, aber am Ende ist es der wachsame künstlerische Blick, der uns über die Wirklichkeit und Möglichkeiten von Kunst Machen nachdenken lässt. Ihre Werke eröffnen neue Möglichkeiten, denn hier wird ein großes Interesse für das scheinbar Vertraute im Neuen sichtbar.

 

 

Nils Emmerichs

 

[1] Viktor Šklovskij, Kunst als Verfahren , in: J. Striedter (Hg.), Texte der Russischen Formalisten, Bd. I, München 1969, S.15