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Ausstellung
MARTIN ASSIG
Aus freier Hand. Monika Bartholomé mit dem Museum für Zeichnung
DATUM 23. Jun. 2024 - 24. Sep. 2024 Ort Kunstmuseum Ahlen

Martin Assig, Mimik Anorak, 2023, Tusche auf Papier © VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Zeichnen ist eine Lebenstechnik. Menschen nutzen sie seit Anbeginn, um sich mitzuteilen, um eigene Erfahrungen, Ideen und Pläne festzuhalten oder sie mit anderen auszutauschen. In Zeichnungen kann Unzusammenhängendes nebeneinanderstehen, Gelungenes neben Verworfenem, Ausgearbeitetes neben Skizzen. Kein anderes künstlerisches Medium ist von ähnlicher Offenheit und Spontaneität. Zeichnen verbindet Kunst und Leben.

Monika Bartholomé zeichnet seit vielen Jahrzehnten und sie erforscht das Zeichnen als Ausdrucksmittel zwischen Kopf und Hand. Mit dem mobilen Museum für Zeichnung hat sie 2009 einen inspirierenden Seh- und Denkraum gegründet, der nun im Kunstmuseum Ahlen zu Gast ist. Hier lässt sich eine Fülle gesammelter Materialien anschauen, anfassen, vergleichen, studieren: Von Höhlenzeichnungen über Alltagskritzeleien, Graffiti und Tattoo bis zur Computeranimation.

Das künstlerische Werk von Monika Bartholomé ist geprägt durch Formen des Zusammenbringens, sowie durch intuitive Reaktionen auf Gesehenes oder Gefundenes. In ihren reduzierten, manchmal auch musterartigen Bleistift- oder Tuschezeichnungen verwandeln sich diese Eindrücke in poetische Zeichen, die von der Zerbrechlichkeit und Flüchtigkeit des Menschen in der Welt erzählen. Melancholie und Humor kennzeichnen dabei ihre Bildwelt gleichermaßen. Zeichnen ist für die Künstlerin immer eine Expedition ins Unbekannte. Der konkrete Ort spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Kunstmuseum Ahlen hat sie eine raumgreifende Zeichnung entstehen lassen, in die man eintreten und eintauchen kann. Damit sprengt Monika Bartholomé Format und Rahmen, erweitert die Zeichnung in den Raum, stößt Bewegungen und Perspektivwechsel an.

Im Jahr 2017 entstand eine Edition für das Museum für Zeichnung, an der sich zehn Künstlerinnen und Künstler beteiligten. Dabei zeigt sich, dass Zeichnungen nicht nur mit Stift oder Pinsel, sondern auch mit dem Finger, der Schere, dem Atem oder der Nähmaschine entstehen können.

 

Mit Werken von:
Stephan Andreae | Martin Assig | Kerstin Brätsch | Claudia Busching | Dan Devening | Nanne Meyer | Volker Saul | Eva-Maria Schön | Sean Sullivan | Hans-Peter Webel

 

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